BÖLL ZUM GIPFEL
 
Böll-Forum in Johannesburg eröffnet

Am Sonntag Abend wurde auf dem Global Peoples Forum in Johannesburg das Böll-Forum mit einem „Grand Opening“ eröffnet. Ralf Fücks, Co-Vorsitzender der Heinrich-Böll-Stiftung, begrüßte rund 400 Gäste aus aller Welt und ludt sie ein, bis zum 4. September die über 50 verschiedenen Veranstaltungen auf dem Böll-Forum zu. Das Theaterstück „Fair Wealth“ (Gerechter Wohlstand) der Gruppe „Sibikwa Community Theatre Project“ aus Soweto leitete die Vorstellung des Jo‘burg Memos ein. Das Jo‘burg Memo ist ein wichtiger Debattenbeitrag der Heinrich-Böll-Stiftung im Vorfeld des Gipfels und darüber hinaus. Das Memorandum wurde von einer aus 16 Personen bestehenden Autorengruppe verfasst, der WissenschaftlerInnen, UmweltaktivistInnen, UnternehmerInnen und PolitikerInnen aus aller Welt angehören. Anschließend hoben vier der AutorInnen die wichtigsten Aussagen des Memos noch einmal hervor.

     
       Wolfgang Sachs

Wolfgang Sachs, Koordinator und Herausgeber des Jo’burg Memos beklagte: “Der Gipfel wird darüber sprechen wie man die Armen aus der Armut herausheben kann, aber nicht darüber, wie man die, die oben stehen, herunterbringen kann. Wir müssen aber auch über Reichtumsverringerung reden.” Sara Larrain, Nachhaltigkeitsaktivistin aus Chile, beklagte die „Aushebelung der Errungenschaften von Rio 1992“ und die „Vermarktung des Begriffs der Nachhaltigen Entwicklung“ in den vergangenen Jahren.

Tewolde Berhan Gebre Egziabher aus Äthiopien malte eine düstere Zukunft für frei verfügbare Naturressourcen: “Bald könnte auch Luft privatisiert, in Beutel verpackt und als Ware verkauft werden.” Die Amerikanerin Hilary French forderte:  “Wir müssen von Steuern auf Dinge, die wir förden wollen, wie z.B. Arbeit, wegkommen und statt dessen das besteuern, was wir vermindern wollen. Die Preise müssen künftig die ökologische Wahrheit sagen.” 

Die indische Umweltaktivistin Vandana Shiva kommentierte:  “Dem Jo’burg Memo ist es gelungen, die künstlich geschaffene Kluft zwischen sozialer Entwicklung und ökologischer Umgestaltung zu überwinden.”

 
Vandana Shiva

 


 
 
 
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     Jo-Burg Special

 Zehn Jahre nach Rio war Johannesburg vom 26. August bis 4. September 2002 Gastgeber des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung. Diese Seite informiert über Ziele, Erreichtes und Hintergründe und stellt die Aktivitäten der Stiftung und ihrer Partnerorganisationen vor. Weitere Infos bieten zudem unsere internationale Seite ww.worldsummit2002.org sowie www.boell.de.


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Berichte vom Gipfel mm

Politische Erklärung mm

Implementierungsplan
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Bericht von IISD

taz: Australien auf gutem Weg       

Welt:  Protest in schwindelnder Höhe   

fr: Afrika soll schöner werden         

Spiegel: "Firmen sind Regierungen weit voraus"         

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Hintergrund

Von Rio nach Johannesburg- 10 Jahre danach
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Was kann erreicht werden?

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Welthandel versus Nachhaltigkeit  mm
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Gastgeberstadt Johannesburg 
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Gerechtigkeit braucht Verzicht

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