|
 Foto: IISD
|
Das bedeutendste Ergebnis von Rio war die Verabschiedung der „Agenda 21“. In diesem 800-Seiten starken Dokument werden erstmals konkrete Schritte für eine nachhaltige Entwicklung genannt. |
An der Formulierung rangen Diplomaten und Delegierte bis zur letzten Minute. Vor allem die US-Vertreter blockierten viele Beschlüsse, die für die Industrie Auflagen bedeutet hätten. Viele Beobachter sind heute der Meinung, dass nur das Zusammenspiel von vehementem Auftreten der NRO´s, der EU und die breite Presseöffentlichkeit hier überhaupt eine Einigung bewirkten.
Zentrale Punkte der Agenda 21 sind die Konvention zur Bewahrung der biologischen Vielfalt, die Klimarahmenkonvention sowie die Deklaration zum Schutze der Wälder. Außerdem wurden die Einrichtung eines internationalen Komitees zur Bekämpfung der Wüstenbildung und eine globale Wasserkonferenz beschlossen. In den letzten zehn Jahren sind die sogenannten Rio-Themen um einige Punkte erweitert worden: Vor allem die Schlagworte Globalisierung und Entwicklungsfinanzierung stehen dabei im Vordergrund. Einen Überblick über die Themen, die wichtigsten Dokumente und Links gibt unser Menüpunkt „Rio+10 Themen“.
Auf UN-Ebene begleitet die Kommission für nachhaltige Entwicklung (Commission on Sustainable Development - CSD) die Umsetzung der Agenda 21.