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NGO-Koalition: Johannesburg nicht vorzeitig abschreiben

Johannesburg (Jo‘burg News) Die ECO-Equity Coalition, ein Zusammenschluss von acht international tätigen Ökologie-NGO, ruft dazu auf, den Erdgipfel in Johannesburg nicht vorzeitig abzuschreiben. Auf einer Pressekonferenz in Johannesburg erklärten Vertreter von ECO-Equity, noch seien konkrete Ergebnisse des Gipfels möglich. Die NGO-Koalition rief insbesondere die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten auf, „ihr Geld und ihre Energie dort einzusetzen, wo sie mit dem Mund bereits sind,“ unter Hinweis auf die Schere zwischen Ankündigungen und Handeln der Europäer. Unter Führung der EU sei es aber durchaus möglich die wichtigsten Länder aus dem Süden, wie Brasilien, Indonesien oder Südafrika zu einer Zusammenarbeit zu gewinnen.

Eine solche Koalition sei in der Lage, so die Nichtregierungsökologen, Druck auf die USA auszuüben, damit „das reichste Land der Erde (und der größte Umweltverschmutzer) seinen Verpflichtungen nachkommt.“ So habe die EU versprochen, für ein internationles Wasserabkommen zu kämpfen, dass zum Frieden in vielen Erdregionen beitragen und für Millionen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser garantieren könnte.  Auch Änderungen des gegenwärtigen ungerechten und wenig nachhaltigen Welthandelssystems sein möglich, wenn die großen Staaten des Nordens dies tatsächlich wollten.

Die Öko-NGO riefen die EU zudem auf, ihre Blockade eines verbindlichen Regelwerks zur Unternehmensverantwortung aufzugeben. Die Verhandlungen darüber, wie die großen Konzerne endlich wirkungsvoll dazu verpflichtet werden können, Umwelt- und Sozialstandards nicht nur zu deklarieren, sondern auch wirklich einzuhalten, müssten in Johannesburg endlich beginnen.

Die Koalition erkennt an, dass die in Johannesburg auf der Tagesordnung stehen Probleme sehr vielfältig sind und es unterschiedliche politische und wirtschaftliche Interessen gibt, trotzdem seien die Antworten aber „schrecklich einfach.“

Der ECO-Equity Coalition gehören ANPED, WWF, Consumers International, Danish 92 Group, Greenpeace, Oxfam International und Friends of the Earth International an.

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