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RIO+10 THEMA |
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Wirtschaftsmacht erneuerbarer Energien: 80 Staaten sichern Ausbau zu
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Nur vier Tage nach dem Ende de Weltgipfels in Johannesburg, haben sich mehr als 80 Staaten der EU angeschlossen und den verbindlichen Ausbau erneuerbarer Energien zugestimmt. Wieczorek-Zeul betonte gegenüber dpa: „Erstmals sind mit dieser globalen Allianz die Fronten zwischen Nord und Süd und auch innerhalb der Gruppe der Entwicklungsländer durchbrochen worden.“ So sagten unter anderem Länder wie Brasilien, Neuseeland, Südafrika, die Schweiz und viele kleine Inselstaaten ihre Teilnahme an der Initiative zu. Schon im nächsten Jahr wollen diese Staaten auf einer Konferenz in Deutschland über die Ziele und genauen Zeitpläne zum Ausbau erneuerbarer Energien abstimmen. |
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Das Vorhaben ist ein großer Schritt in Richtung Energiewandel, denn laut Experten besitzen erneuerbare Energien weltweit ein großes Zukunftspotenzial, wie folgende Beispiele zeigen: Deutschland, bisher mit seiner Windenergieleistung von über 10.000 Megawatt im Weltmarkt führend, setzt mit der Planung von rund 30 großen Windparks in der Ostsee erste Zeichen. Der Bau von sogenannten Offshore-Windparks ist schon in der Finanzwirtschaft auf Interesse gestoßen, wobei viele Fragen zur Zeit noch offen sind, so ein Banker gegenüber dpa. Die Gewinnung von Windenergie auf dem Meer bringt neue Herausforderungen in Technik, Netzanbindung aber auch in logistischen Bereichen mit sich. Ob alle Windanlagen realisiert werden können ist noch unsicher, so Norbert Allnoch, Schirmherr des Projekts und Mitarbeiter des Internationalen Wirtschaftsforum regenerativer Energien (IWR). Sicher ist jedoch, dass die Förderung durch Subventionen weiterhin unerlässlich bleibt. Bislang steht laut dpa ein Pilotprojekt vor Borkum kurz vor der Realisierung.
Auch im Bereich der Solarenergie setzt Deutschland Maßstäbe. Bisher sind mehr als 500.000 Gebäude mit Solaranlagen ausgestattet und nicht nur das: die Solarwirtschaft entwickelt sich immer mehr zu einer Industrie, so die Verbände der Branche. In den letzten Jahren seien rund 18.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, die bis ins Jahr 2010 auf eine Zahl von 100.000 ansteigen könnten, äußerten sich Experten gegenüber dpa. Ebenfalls wurde im vergangenen Jahr im Bereich Solarenergie ein Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Diese Angaben der Verbände zeigen, dass die Solarenergie nicht nur zur Reduzierung von Kohlendioxid beiträgt, sondern auch einen beachtlichen Einfluss auf den Wirtschafts- und Arbeitsmarkt hat. Carsten König, Geschäftsführer der Unternehmensverreinigung Solarwirtschaft zeigt sich optimistisch: „Deutschland hat die Möglichkeit, der weltweit führende Anbieter von erneuerbaren Energieanlagen zu werden.“
Links zum Thema: Klima & Energie Böll-Stiftung zum Thema
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Zehn Jahre nach Rio war Johannesburg vom 26. August bis 4. September 2002 Gastgeber des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung. Diese Seite informiert über Ziele, Erreichtes und Hintergründe und stellt die Aktivitäten der Stiftung und ihrer Partnerorganisationen vor. Weitere Infos bieten zudem unsere internationale Seite ww.worldsummit2002.org sowie www.boell.de. |
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